Kerala ist bekannt für ihre schöne Natur und entspanntere Atmosphäre, die eher untypisch ist für Indien. Kerala ist sehr divers und hat einen großen Anteil an Christen und bietet daher auch einen guten Einstieg nach Indien, da der Kulturschock wahrscheinlich geringer ist als im lebhaften und dicht besiedelten Nordindien, das man typischerweise kennt.
Sowohl bei unserer Ankunft als auch bei unserer Abflug vom Flughafen in Kochi, war der Flughafen relativ leer und einfach zu navigieren. Wir konnten uns problemlos ein Uber bestellen und zu unserer Unterkunft fahren (das ist nicht unbedingt der Fall in anderen indischen Staaten). Als Unterkunft haben wir uns für ein "Homestay" (Gastfamilie) entschieden, die pro Nacht 7,35€ pro Person inklusive Frühstück gekostet hat. Jeden Morgen wurden wir ordentlich bekocht mit großen Portionen von typisch indischen Gerichten aus der Region. In Kerala isst man viel Fisch und Meeresfrüchte, die sehr empfehlenswert sind. Kulinarisch hat uns dieser Teil von Indien bisher am Besten gefallen. Der "Mango Prawn Curry" mit Mango, Kokosnuss und frischen Garnelen ist Isi's neuer Lieblingscurry.
Das Leitungswasser und die generelle Hygiene werden in Kerala als sauberer und sicherer bezeichnet als in anderen Teilen Indiens. Auch der Grad der Luftverschmutzung ist sehr viel geringer als in Nordindien (siehe unten Vergleich Kochi zu Delhi). Der Taxifahrer erzählte uns auch ganz stolz, dass Kerala die höchste Rate der Lese- und Schreibfähigkeit in Indien habe.
Die lokale Mode
Kerala hat eine sehr interessante lokale Mode, denn die Männer tragen typischerweise Röcke. Diese Röcke aus dünnem Material kann man kurz oder lang tragen und scheinen besonders bei älteren Menschen die norm zu sein. Als wir einen Reiseleiter nach dem Grund der Röcke fragten, meinte dieser, dass das einfach komfortabler sei als Hosen. Wir haben sogar einige britische Touristen getroffen, die sich an die Einheimischen angepasst hatten und Röcke trugen. Adam wollte trotzdem erstmal bei Hosen bleiben.
Die wunderschönen Kerala Backwaters
Einer unserer Highlights war eine Bootstour durch die Kerala Backwaters, eine Reihe miteinander verbundener Brackwasserseen und Flüsse. Umgeben von wunderschönen Palmen, sind wir ein paar Stunden mit dem Boot entspannt durch die Backwaters gefahren und haben sogar einige Eisvögel und Schildkröten entdeckt. Auch einer riesigen Eidechse sind wir begegnet.
Die Teeplantagen in Munnar
Unser weiteres Highlight war ein Ausflug nach Munnar, eine Stadt auf 1,532 Meter in den Bergen Keralas, die mit Teeplantagen bedeckt ist. Dort erwartete uns eine wahnsinnig schöne Natur mit einer atemberaubenden Sicht auf grüne und blaue Berge und Seen. Dort haben wir eine Teefabrik besucht und haben den Silberspitzen-Weißen Ttee (Silver tips white tea) probiert, der einer der teuersten und delikatesten Teesorten weltweit darstellt. Tatsächlich war er ziemlich lecker.
Außerdem haben wir den Eravikulam Nationalpark besucht, der auf einer Höhe von ca. 2,600 Meter in den Wolken liegt. Der Park bietet eine bezaubernde Sicht und ist bekannt für eine Vielzahl an Vogelarten und die Bergziegenart Nilgiri Tahr, die dort leben. Leider konnten wir keine Ziege entdecken, haben den Park aber trotzdem sehr genossen.



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