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Unser Ausflug in die indische Wüste von Osian

Einer unserer Lieblingstage bisher war der Tag, an dem wir einen Ausflug in die Thar Wüste gemacht haben. Diese Tour hatten wir von Jodhpur aus gebucht. Wir wurden morgens von unserem Fahrer abgeholt und haben erstmal einen Tempel in Osian besucht. Dort waren wir die einzigen Touristen weit und breit. Im Tempel wurden Gebete und Rituale veranstaltet, die wir uns angeschaut haben und wir haben auch ein Armband bekommen, das in der hinduistischen Kultur als eine Art Schutzengel dienen soll.



Danach fuhren wir weiter und wurden vor der Wüste abgesetzt. Ein netter Mann namens Sumer hat uns dann mit zwei Kamelen abgeholt, die wir reiten durften. Das Reiten hat sehr viel Spaß gemacht und die Aussicht haben wir auch sehr genossen. Adams Kamel war sehr entspannt und schaute machmal nach Hinten, um ihn anzugucken. Isis Kamel war noch relativ jung und sehr trotzig. Das Kamel gehorchte oft nicht und es hat immer besonders lange gedauert, bis es in die Hocke gehen wollte und sie absetzen wollte. In der Wüste wurde Gemüse angebaut und es liefen auch einige Kühe durch die Gegend (wie fast überall in Indien). Er führte uns durch die Wüste und erzählte uns von seinem kleinen Dorf, in dem wir nach ca. 1 Stunde ankamen. Seine Eltern betreiben dort seit Jahrzehnten ein Homestay mit Übernachtungsmöglichkeiten in der Wüste. Dort wurde uns hausgemachter Chai Tee gebracht und danach ein leckeres Abendessen gekocht. 



Seine Eltern und er betreiben abends in ihrem Homestay eine freiwillige Schule für die ca. 20 Kinder vom Dorf, die neben der offiziellen Schule stattfindet. Dort können die Kinder hauptsächlich Englisch und Computerskills lernen. Die Bildungsqualität ist in Indien immer noch sehr niedrig verglichen mit europäischen Ländern und ein generelles Problem, vor allem in ländlichen Regionen wie Osian. Er erzählte uns, dass in dem Dorf bis 2013 niemand weder einen Computer besessen hat, noch wusste, wie man einen benutzt. Durch das Homestay knüpfte er Kontakte und einer dieser Kontakte schickte ihm einen Computer und brachte ihm bei, wie man diesen benutzt. Seitdem konnte die Familie ihre Onlinepräsenz aufbauen. Durch Spenden, die er gesammelt hat, hat er es geschafft, Tastaturen für die Kinder seiner Schule zu kaufen. Die Kinder benutzen diese an einem gemeinsamen großen Bildschirm, der auch durch Spenden gekauft werden konnte. Wir durften dem Unterricht zuschauen, was wir sehr interessant fanden. Der Unterricht begann mit kleinen Meditationsübungen und danach war Englisch dran. Jedes Kind wurde nach vorne gerufen und musste Sätze auf Englisch vortragen. Die Kinder schienen durch unsere Präsenz sehr aufgeregt zu sein und daher entschlossen wir uns, den Unterricht nach ca. 15 Minuten auch zu verlassen. Trotzdem hat er einen großen Eindruck bei uns hinterlassen.


Nach dem Unterricht bekommen die Kinder an einigen Tagen Süßigkeiten, die von kleinen Läden in der Umgebung gespendet werden. Ab und zu kommen auch freiwillige Englischlehrer ins Dorf, die im Homestay übernachten und Englisch unterrichten. Sumer erzählt uns, dass er durch diesen Exta-Unterricht die Kinder auf das harte indische Arbeitsleben vorbereiten will, falls sie mal das Dorf verlassen wollen. Der Unterricht in der offiziellen Schule im Dorf reicht dazu leider nicht aus. Das nächste Ziel ist es, Secondhand Computerbildschirme für jedes Kind zu kaufen, da es zurzeit nur einen großen Bildschirm in der Schule gibt, den sich alle Kinder teilen. Uns haben seine Bemühungen sehr beeindruckt und wir wollen daher den Link zu dieser Spendeaktion teilen, damit auch ihr Teil der Entwicklung und Förderung der Kinder des kleinen indischen Dorfes Khetasar sein könnt 😊: 

https://www.gofundme.com/f/empower-khetasar-kids-support-sumers-coding-classes?attribution_id=sl:45c3fd0a-08a9-4a93-9657-b7e77d5d27cd&utm_campaign=man_sharesheet_dash_ai&utm_content=amp9v2&utm_medium=customer&utm_source=copy_link

Webseite vom Homestay: https://dhannaramkidhani.com/about-us/


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