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Nepal - Kathmandu und die Himalayas

Besonders gefreut hatten wir uns auf den Norden von Indien und vor allem darauf, die Himalayas zu sehen. Da die Fahrt zu kompliziert gewesen wäre, haben wir es nicht nach Manali geschafft. Unsere einzige Möglichkeit wäre eine 11-stündige Nachtbusfahrt ohne Toilette gewesen, bei der laut Reviews sogar Menschen spontan mitgenommen werden, die dann auf dem Boden schlafen, damit die Busunternehmen mehr Geld einkassieren können. Das wollten wir uns dann doch nicht antun und haben uns stattdessen entschieden, die Himalayas von Nepal aus zu sehen. Das war die beste Entscheidung und hat sich wahnsinnig gelohnt!

Den ersten Blick auf die Himalayas haben wir bereits aus dem Flugzeug genossen und waren komplett hin und weg von den mächtigen, mit Schnee bedeckten Bergen. Die ersten paar Tage in Nepal verbrachten wir in der Hauptstadt Kathmandu. Kathmandu hat uns sehr beeindruckt und unsere Erwartungen komplett übertroffen. Die Stadt bietet zahlreiche kulturelle Schätze, UNESCO Weltkulturerben und einen tollen Blick auf die Berge. 



Als wir den Kathmandu Durbar Square besuchten, der viele beeindruckende Tempel und einen königlichen Palast enthält, hatten wir großes Glück für ein paar Minuten einen Blick auf die Kumari werfen zu können. Für die Menschen in Nepal ist die Kumari eine lebende Göttin, deren Anblick großes Glück bringt. Man sollte sie jedoch nicht zum Lachen bringen, denn wenn sie jemanden anlächelt, soll das ein Zeichen sein, dass diese Person bald stirbt. Die aktuelle Kumari ist ein 5 Jahre altes Mädchen und wird nach Eintreten der ersten Periode wiedergeboren in einem neuen Kind. Die Kumari war traditionell geschminkt und angezogen und definitiv beeindruckend.

Ein weiteres Highlight war ein Besuch beim Swaymbhu Tempel, der auch Affentempel genannt wird und ein weiteres UNESCO Weltkulturerbe ist. Um oben am Tempel anzukommen, mussten wir erstmal hunderte von Treppen besteigen. Wir waren jedoch nicht alleine und hatten jede Menge Affen als Begleitung, die mit uns die Treppen hochstiegen. Oben angekommen hat man einen tollen Blick auf die gesamte Stadt. Man muss jedoch auf seine Sachen aufpassen und besonders aufs Essen, denn wir haben live beobachten können, wie ein Affe einem kleinen Mädchen einen Lollipop geklaut hat und einem anderen Tourist ein paar Wassermelonen vom Obstbecher geklaut hat. Oben vom Tempel hat man einen Blick auf die Stadt, der sehr beeindruckend ist.

 

Sehr im Gedächtnis geblieben ist uns auch der Besuch zum Bhaktapur Durbar Square, einem weiterem Weltkulturerbe mit einem königlichen Palast, in dem zurzeit eine Art Festival veranstaltet wurde. Der Platz war voll von traditionell gekleideten Menschen und Kindern, die Tänze aufführten und Instrumente spielten. Einige waren im Gesicht geschminkt und hatten Teufelsmasken auf. Bei so einem Ereignis dabei sein zu können, war sehr sehr aufregend.




Wir haben auch einige Tage in Nagarkot mitten in den Himalayas verbracht, das ein Paradies für Wanderer ist. Der Blick auf die Berge war einzigartig. Bei gutem Wetter kann man von dort aus auch den Mt. Everest sehen. Wir habe einige Stunden eine leichte Wanderung gemacht (mehr war leider nicht möglich, da wir keine Wanderausrüstung mithatten) und die Aussicht sehr genossen. Leider haben wir dann festgestellt, dass die Straße, die wir hinuntergewandert waren, ganz plötzlich gesperrt und sofort bebaut wurde und haben uns gewundert, warum unser Fahrer uns nicht abholen kommt. Leider hatten wir auch keinen Empfang in den Bergen und konnten ihn nicht erreichen. Netterweise hat ein Nepalese uns bis zur Baustelle hochgefahren und wir konnten von dort aus zu Fuß den Berg wieder hochlaufen und konnten den Fahrer dort antreffen. Es läuft also nicht immer alles glatt. Leider haben wir uns an einem der letzen Tage auch einen merkwürdigen Virus eingeholt und waren einige Tage platt mit Schüttelfrost, fieberartigen Symptomen und Durchfall. Nach ca. 2 Tagen ging es uns jedoch wieder gut. Was das genau war, wissen wir leider bis heute nicht.





Wir könnten weiter und weiter von Nepal erzählen, jedoch würde der Eintrag viel zu lang werden. Einig waren wir uns jedoch, dass 5 Tage in Nepal uns definitiv nicht gereicht haben und wir auf jeden Fall irgendwann wiederkommen werden. Nächstes mal dann auch mit richtiger Wanderausrüstung und mehr Zeit.

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